Montag, 18. Mai 2009

Típicio México

In und rund um Guadalajara erlebten wir das wohl mexikanischste Wochenende, was man in Mexiko erleben kann.

Mit dem Übernachtbus kamen wir um sieben Uhr morgens an. Obwohl uns erwartend, waren Katharina und Christin die Nacht zuvor bis halb 5 aus. Und obwohl wir viel vorhatten, schließen wir erstmal noch 3 Stunden und brunchten ausgiebig leckerstes Mexi-Allerlei; ist doch perfekt, oder?:) Ein Freund von Katharina gesellte sich zu uns, welcher uns den ganzen Tag lieberweise im Auto mitnahm und dem selbst 2 Stunden Umweg nicht zuviel waren, um uns eine(natürlich geschlossene, aber daran bin ich ja mitlerweile gewöhnt) Pyramide zu zeigen. Er selbst ist tüchtiger Geschäftsmann und möchte Tequila nach Europa exportieren. I keep my fingers crossed dass das glatt läuft. Und so erzählte ich ihm den ganzen Tag meine Vorstellung einer perfekten Tequila-Werbung: Tina Tequila, wie sie vom Bullen steigt und grinsend in die Kamera schreit: Lecken, Schlucken, Beißen-ich liebe Tequila...Arrrrriba!:)

In Tequila angekommen war ich schon hin und weg von der „Paisaje Agavero“, der Kulturerbe-Landschaft mit den vielen Agavenkakteen, aus denen Tequila gewonnen wird. Einer Tour durch ein Tequilawerk wurde dieses mir so heilige Getränk ausgiebig verkostet.

2 informaciones de interés:

1. Tequila ist der Name auf nuáhtl des Vulkangesteines, welches man in der Region findet. Die Spanier, welche die Destillerie in Mexiko einführten und somit zum Tequila verhalfen, nannten es eigentlich „Vino de Mezcal“. Aber irgendwie war der Name dieses spitzen Gesteins wohl marketingträchtiger:)

2. Eine Agaven-Kaktee braucht 7-10 Jahre um zu wachsen und diesen Ananasförmigen Kern hervorzubringen. Diese wird geerntet und geröstet. Dabei entsteht der Zucker (schmeckt superlecker nach Zuckerrübensirup…), welcher destilliert wird.


Zwei Stunden später und müde vom Rumgrölen deutscher, spanischer und italienischer Partyhits (Radio gabs nicht, aber tequilabeschwerte Mitfahrer) konnten wir uns eine der ältesten Überbleibsel der Mexikanischen Vorfahren anschauen: einen Opferaltar in Guachimontones. Anbei einer der alten Fußballfelder, in denen das aztekische Fußballspiel gespielt wurde. Die Gewinner wurden gleich im Anschluss geopfert. Drum herum saßen Führer und Pöbel und erfreuten sich an der „Ehre“ der Anderen, getötet zu werden. Was würde man an Millionen einsparen, wenn das heute auch noch so wäre*haha

Am nächsten Tag (Ausschlafen, Brunchen..) fuhren wir auf einen Reitwettbewert, einerm "Charrería";lediglich eine karge Umgebung mit Kaktus und Geier drauf fehlten, um es nicht ganz zum mexikanischen Sterotyptraum zu machen: Von Klein bis groß trugen alle Cowboystiefel und Sombrero. Es wurde Tequila, Michilada (Bier mit Limetten, Tabasco, Maggiwürze un Chilli) und Tacos verkauft*g. Man schaute den Reitern beim (echten) Bullenreiten, Lassospielen, Bulle am Schwanzziehen und Showreiten zu. Lediglich die sehr sauberen Toiletten und die fehlenden Mariachis störten ein wenig in der mexikanischen Idylle:)
Also, bei der Charrería gibt es 10 Disziplinen („Suertes“). Von Lasso auf die Hinterbeine von Bullen werfen um sie zu Fall zu bringen, über Bullenreiten, von Pferd zu Pferd springen, Pferde durch Lasso im Trab zum Fall bringen bis zu Pferd am schnellsten stoppen und mit Pferd im Kreis drehen. Zusammen mit übergroßen Michiladas und den brüllenden Fans eine super runde Sache.

Zur Abrundung des Kulturschocks für Christin (Cancún hat nun wirklich 0 Kultur) sind wir noch ins nächste Kulturerbe, dem Instituto de Cabañas mit typischen mexikanischen Wandbemalungen von z.B. Orozco und Riviera, dass frührer Hospital, Waisenhaus und architektonisch geiles Gebäude war.

**2 días alrededor de guadalajara para experimentar todos estereotipos mexicanos que se pueda imaginar-gente con sombrero y botas, charrero, tequila...**

Sonntag, 10. Mai 2009

Popocatépetl

Zum Muttertag einen extra schnell reingestellten Blogeintrag:)

Ein Ausflug ins "Hinterland" von Mexiko birgt immer einige unterhaltende Kulturclashs. Da eine der wenigen Sachen ist, die ich aus dem Topographieunterricht mitgenommen habe (ich erinner mich an meine 5 im letzen Topo-Test und das auch nur weil ich noch wusste, wo Berlin und der Nil sind*g), dass der Popocatépetl ein Vulkan in Mexiko ist (und ich hier mitbekommen habe, dass auch noch in der Nähe von DF...jaja, die 5 war wohl gerechtfertigt..), wollte ich diesen unbedingt sehen. So machten wir uns auf den Weg, diesen zu besteigen, Kris, Octavio, Octavios Auto und ich.

Als es immer bergiger wurde und die Kris längst eingeschlafen, fielen mit immer wieder Waldbrände auf. Octavio meinte, dass das hier normal und legal ist - wie anscheindend auch der Drogenkonsum seit neuestem hier in Mexiko. Nach einer erfolgreichen Ernte legt man halt sein Landstück in Feuer. Ohne Sicherung und bei Dürre...Selbst als es Abends regnete, konnten wir noch ein paar altbekannte Brände vom Nachmittag entdecken..

Den "Don Goyo" ,oder "Popo" wie er auch lieberweise hier genannt wird, zu sehen ist nicht schwer. Ist mit über 5000 Meter die zweitgrößte Erhebung Mexikos, die drittgrößte ist Iztaccíhuatl ("die schlafende Weiße"), welche direkt daneben zu finden ist. Aber: Sehen ist noch lange nicht Erreichen. So haben wir ihn solange umkreist und haben in Dörfern mit vielen Cowboyhüten, Hunden auf der Straße, Lehmhäusern und Staub nachgefragt: Ja wie is das denn nun mit dem Besteigen. Erste Antwort: Welcher Vulkan? (Antwort unsereins: ja der direkt hinter dir). Zweite Antwort: Keine Ahnung. Und wirklich; irgendwie soll der schon anfahrbar sein...Nur haben wir es wirklich nicht hingekriegt.. Ein schöner Anblick wars trotzdem.

Bevor wir unsere Zeit weiter verschwenden, sind wir zu meinem zukünftigen Anwesen, der Ex-Hacienda de Chautla, gefahren. Der Chautla war ein (den Türrahmen entnehmend anscheinend ein sehr kleiner) Spanier gewesen, der mitten ins Nichts seine kleine Sommerresidenz gebaut hat. Sehr nett, die Höhepunkte waren absolut mein erster Orangenbaum in Mexiko und die Erkenntnis, dass Fische auch Sonnenbrand bekommen können. Bin also nicht der Einzige hier... Wie das wohl aussieht, wenn die sich pellen?:)

Mit einem Insider-Reiseführer von meiner Arbeit haben wir dann auch wirklich unglaublich gut arabisch geköstigt und ich konnte endlich wieder aufatmen in einer richtig guten Elektrodisko. Ja Leute, Entwarnung: So schnell, wie die Grippe gekommen ist, ist sie auch wieder gegangen. Da sind kaputte Autos hier schon langlebiger-siehe Foto. Mit der Lieblingsfrase einer Mitarbeiterin: "Sin palabras" (Ohne Worte).

** No pudimos encontrar la carretara al Popocatépetl. No habían señales como tampoco sabía la gente en los pueblos como llegar...Por eso visitamos a la Ex-hacienda de Chautla-algún Español que constuyó su residencia en el quinto coño (*g se dice así?)**

Dienstag, 5. Mai 2009

Cancún

Oder: Mist! Das hat jetzt nicht geklappt!
Oder: Scheiße, da kommen Köter auf uns zu!

Trotz alle Ängste, von dem Schweinegrippenmonster im Flugzeug aufgefressen zu werden, bin ich meine Freundin Christin in Cancún besuchen geflogen. Cancún ist ein Paradies für jedermann: für die Amis, weil alles so schön-amerikanisch größer besser schöner ist und für die Mexikaner, weil sie die Amis von vorne bis hinten verarschen können. Da kauft sich so ein Ami ne Melone für 40 Pesos und du bekommst, fein spanisch nachgefragt, die gleiche fü 30. Taxis, die normalerweise 80 Pesos nehmen, konnten wir auf 40 Pesos runterhandeln. Und ein Mini-Eis kostet 25 Pesos. Klar hören sich 1,nochwas Euro nicht so viel an-aber im mexikanischen Vergleich fässt man sich echt nur an Kopf, wie man in Mexiko soviel Geld für Hotel u.ä. ausgeben kann..

Ja und dann war es da: das türkisblaue Wasser...Man hat ja 0 Vorstellung, wie geil das aussieht...Is nur super-salzig. Aber hat eine supe angenehme Temperatur. So wie 2xTemperatur vn Ostseewasser im Hochsommer. Nur dass die Strände in Cancún wirklich nicht so schön sind. Da muss man schonmal auf die Isla Mujeres gegenüber von Cancún, um das echte Karibikfeeling zu erleben. In Cancún selbst ist eh eher Protz und Prunkurlaub. Haben uns in ein Hotel geschlichen und mir sind die Augen regelrecht herausgequollen bei Whirlpool am Wasser, Freiluftbetten und Cocktailservice an die weißstoffige Spielwiesencouch..

Das lustige an diesem We war, dass wirklich NIX geklappt hat. Aber es wurde eher zum Runninggag und wir mit ein paar Freunden von Christin haben uns dann einfach oft an den Strand gepackt oder eine Fähre zu einer Insel (Isla Mujeres, Cozumel) genommen. Alle Mayastätten (Chichen Itzá, Tulum, Cóba), sowie Diskos und Bars waren geschlossen. Der Bus zur Flamingoinsel hätte zu lange gedauert. Für die Überreise auf so eine Ökoinsel (Contoy) wollten Sie 55 Dollar(Ich den Verkäufer total ungäubig gefragt: Pesos, no? und er so Dollar. Und wir: yoah, vergiss es mal: das sind irgendwas bei 670 Pesos. Dafür kann ich mir die Insel fast kaufen)! In eine Open-Air Bar die noch aufhatte wollten Sie uns den Freitag nicht reinlassen und den Samstag-wo wir dann vorbestellt hatten-haben wir zu sehr den Meerblick am Strand von Playa del Carmen genossen und sind nicht hingegangen (natürlich nicht in einer Bar sondern mit selbstgekauftem Bier neben einer Bar*haha)

Und so wurde es ein superentspannter Urlaub mit Schildkröten gucken, viel Strand (und wieder hab ich Sonnenbrand), Essen am Pool im Haus von Christin, Brunchen, Funshoppen in lustigen Amishops....
und Hunden..Denn die haben uns irgendwie verfolgt das Wochenende. Auf Cozumel sind wir ganz untouristisch weg vom Strand in das Innere der Insel gelaufen. Nachdem uns aufgefallen ist, dass wir überhaupt nicht weiter kommen (dass man bei kleinen Bildern im Führer auch immer fälschlicherweise darauf schließt, dass die Inseln auch klein sind...), den Tempel den wir sehen wollten natürlich nicht sehen werden und uns der Flughafen der Insel vollkommen als Tageshöhepunkt reichte, ist uns aufgefallen dass wir uns irgendwie nicht ganz wohlfühlten dort. Als so ein Motorradfahrer immer um uns rumgekreist ist bei Untergehen der Sonne und dann 3 streundende Köter auf uns zukamen sind wir total aufgebracht in ein Taxi eingestiegen und haben den Fahrer angeschrien: Zum Strand!!!*g
Wiederrum auf Isla Mujeres ist uns ein Hund zugelaufen, der so super süß war, dass ich ihn eigentlich mitnehmen wollte: Er ist immer um uns rumgelaufen und hat sich umgeguckt wo wir sind, um uns ja nicht zu verlieren. Nachdem ich ihm Wasser und Kekse gegeben hab, habe ich ihn Schnüpel getauft und er wurde unser neuer Freund..Leider mussten wir uns dann nach 3 Stunden Rumgerenne von ihm trennen. Seinen traurigen Blick dem Taxi hinterher werde ich nie vergessen. Schnüpel, machs gut mein kleiner mexikanischer Freund:)

** Cancún me gustó muchíssimo. Bueno, por la influenza todos los lugares interesantes como las ruinas mayas (Chichen Itzá, Tulum, Cóba) como también las discos y bares estaban cerrados. Pero a pesar de esto eran vacacciónes muy tranquilas, con mucha playa y sol y nuevos amigos (como "Schnüpel", un perro que enctramos en Isla Mujeres..Pero al fin tuvimos que decir adiós...Que triste:) **

Sonntag, 26. April 2009

Pest


Am Freitag kam ich zur Arbeit und eine Mitarbeiterin wollte mir keinen Begrüßungskuss geben. Frag ich sie: Bist du krank? Und sie lächelt nur.. Dann kommt eine weitere Kollegin aus dem Fahrstuhl mit Mundschutz. Ich: Bist du krank? Und sie lächelt nur... Dann kommt mein Chef und gibt mir die Hand. Ich frage ihn: Hast du Einfluss (Influencia anstatt Influenza)? Er berichtigt und lächelt nur...

Heißt bis zum Nachmittag denke ich, dass hier halt ne kleine Schnupfenwelle das Land heimsucht. Als die Sekretärinnen den ganzen Tag fast nichts anderes zu tun hatten, als auf der Couch zu sitzen und über die Influenza zu reden habe ich mir dann schon mehr Gedanken gemacht. Später versammelte sich die gesamte Belegschaft um ein kleines Radio um die neuesten Sicherheitshinweise und Nachrichten zu hören. Und eine halbe Stunde wurden wir nach Hause geschickt mit dem Hinweis, am Wochenende am besten nicht das Haus zu verlassen. Als ich dann auf dem nach Hause-Weg die ganzen Leute in Mundschutz sah, wurde mir dann doch der Ernst der Lage bekannt...

Ist ja auch super, dass das hier von 0 auf 100 geht: Viele Bars und Diskos sind geschlossen, in der Metro wird Mundschutz verteilt, in den Nachrichten kommt nichts anderes mehr. Aber alles erst seit Freitag...Wie schön dass ich die zwei Tage auf einer Kunstausstellung und einem Konzert war. Also genau das, was man halt dringlichst unterlassen sollte...

Vorbereitet auf alle Etwaigkeiten haben Kris und ich ein Anti-Schwein Grippe-Wochenende eingeleitet. Hier die Liste:

Obst gekauft: Mango, Guave, Wein
Dosen eingekauft (falls es wegen Plünderung bald nichts mehr gibt)
Zombiefilm geguckt (man weiß ja nie, wie sich das Virus weiterentwickelt, ne?:)
Mundschutz geholt
Sport gemacht
Limetten für Limettentee gekauft
und.. Tür zu!

** La fiebre de los puerquitos no es una cosa que quería experimentar aquí en DF.. Pero bueno, hay que tener cuidado (Llevar Cobrabocas, Evitar masas de gente, Comer frutas...) y no pasa nada **

Sonntag, 12. April 2009

Im Norden von Mexiko Stadt

Meine Chefin (ich soll sie doch bitte "Amiga" -Freundin- nennen) hat mich sogleich ihrer Familie in Tizayuca vorgestellt. Ihr Vater ist Buchbinder, was ich ja mal wieder sehr interessant fand. Nichts maschinell hergestellt, alles von Hand gebunden und vergoldet. Gilt hier noch als Kunsthandwerk. Vielleicht kann ich demnächst auch mal selbst kunsthandwerkeln..Schnell wird man hier in Familien eingeladen. So hab ich auch ihre Mutter und die zwei Hunde kennen gelernt; wir sind mit ihren Schwestern losgezogen und vielleicht verbringe ich demnächst mal ein Wochenende mit ihnen in Querétaro (anscheinend hat sie mein Blick beim Thema Weltkulturerbe überzeugt*g). Wir sind ewige Kilometer gefahren: über Pachuca (da steht eine Uhr auf dem Marktplatz, bei dem die Leute um 1900 zu doof waren, die römische 4 richtig zu schreiben. So hat sie auf allen 4 Seiten Uhrenblätter mit einer IIII :), nach Real del Monte (eines der "Pubelos mágicos" - die zauberhaften Dörfer; mit vielen bunten Häuschen, leckeren Pistazienständen und Pastes, so Backwaren mit allem Zeug drin. Sehr lecker) und Huasca (dort gibt es einen Ökotourisms Park. Ich steh ja nicht so drauf, aber die Paddelbootfahrt war wirklich lustig. Besonders, weil Vanessas Schwester ganz hinten im Boot tierische Angst hatte und 30 Minuten lang rum geschrien hat).

Ein weiteres Highlight durfte ich am nächsten Tag mit meinem neuen Kumpel Octavio besichtigen: Die Tempel von Teotihuacán (Oder Tittytown, wie Andy es so schön nennt...Obwohl nicht mehr viel Town übrig ist. Temperaturbedingt konnte man aber schon einige Titties antreffen*g). Wir waren leider an einem mega Touritag dort. Heißt eine Stunde für den Sonnentempel anstellen. Ich meine blasse Röte im Gesicht wieder etwas aufgefrischt haben wir uns auf den Weg an die Spitze gemacht. Was ein Blick: auf den Mondtempel, die Reste der Mauern und Häuser der ehemaligen Hochkultur sowie auf die Überbleibsel des Opfersteines. Denn, die Leute von Teotihuacán beteten halt die Sonne an - deswegen auch der schöne Tempel. Da die Sonne jede Nacht den Kampf um den Tag gegen die Nacht verliert, verliert sie auch jede Nacht ziemlich viel Blut dabei (is ja auch immer wieder ein harter Kampf, nech?). Deswegen opferten die Leute früher Menschen, um der Sonne wieder Blut zuzuführen, auf dass sie auch ja wieder aufsteige. Bevorzugt waren übrigens Krieger und Jungfrauen. Frag mich nur, wie die das mit der Reproduktion angestellt haben.

** Expedición al norte de DF - junto con mi jefa/amiga con sus hermanas estuvimos en Pachuca, Real del Monte y Huasca. Otro punto culminante era el día en Teotihuacán. Que impresionante los piramides! **

Montag, 6. April 2009

Guadalajara

Meine liebe Freundin Katharina habe ich gleich mal in Guadalajara besucht, die zweitgrößte Stadt Mexikos. Samstags Morgens nach einer 7stündigen Fahrt angekommen konnte ich gleich noch ein Stündchen Schlafen. Kathi war nämlich schon die letzten zwei Nächte weg gewesen. Viva México. Dann schnell mal frühstücken. Auf das zermatschte Bus-"Club"-Sandwich hatte ich dann nicht soo Bock. Geile Sache: Torta ahogada (Brot mit Fleisch drinnen und in ganz viel Salsa "ertränken"), Mole (sone geile Soße), Pollo con Chocolate (Huhn mit Schokosoße, schmeckt besser, als es sich anhört)...Dazu halt immer frisch gepressten Orangensaft zu allem.
Eine SUPER Idee hatte ich dann, als Kathi ihre Eltern angerufen hat und ich mich derweil in die Hängematte gepackt hab. Eine Stunde später war ich krebsrot und bis heute Montag, 3 Tage später) kann ich noch keine Taschen tragen..So bin ich dann immer an Kathis Seite lang gehumpelt (Reibendes T-Shirt auf gereizter Haut)-nach Tlaquepaque (einem schönem Kolonialviertel), ins Zentrum zum Weltkulturerbe dem Instituto de Cabañas, auf einen Artesanía-Markt...und bald war auch schon die Zeit rum..denn mit einem durchfeierten Wochenende kann man nicht viel Sightseeing ranhängen. Achja, apropos*g Mexikanische Nächte gehen so: Mit Privatparty und Pizzaessen gehts los. Viele Leute kennenlernen ist angesagt. Denn jeder bringt so irgendwen mit. Dann auf die nächste Privatparty von Freunden, die niemand kennt. Geil auf dem Dach von irgend sonem Gebäude mit schönem Ausblick auf die Stadt. Dann verabschiedet man sich (von niemandem) auf einen Margarita in der nächsten Bar. Irgendwie haben wir alle Leute verloren und waren nur noch mit Leuten zusammen, die nur "entfernte" Freunde waren (ein Freund der Freundin eines Freundes von Kathi). Der eine irgend son toller Fußballer. Der brachte uns dann in einen Club, wo wir mit dem Clubchef tanzten, keinen Eintritt bezahlen, Getränke umsonst bekamen (natürlich musste jeder mit den "Deutschen" einen Tequila trinken. Also waren das doch eine beächtliche Menge am Ende des Abends)..Musik war gut, die Leute lustig drauf (natürlich am lustigsten Kathi, die es irgendwann vorzog, in der VIP-Ecke barfuß zu tanzen) und so landet man befriedigst von Eindrücken und Partynebel im Bett. Ach und dicken Tipp: Unbedingt eine dicke Decke oder sowas in die Busse hier mitnehmen. Anscheinend ist es cool, den Bus auf -10 Grad zu stellen. Hätte mir meine Mitbewohnerin das vorher nicht gesagt, hätte ich glaub ich diese Nacht nicht überlebt vor lauter Blutrausch auf Fahrer wegen halbem Kältetot..
PS: Ich habe wirklich 3 Dinge ausgemacht, die ich kulinarisch NICHT mag an Mexiko.
1. Papaya
2. Gabanzos (Kiechererbsen, die ich in Madrid nie probiert habe)
3. das Widerlichste überhaupt: Tapache! Nach Bier schmeckendem Eis. Das Bier ist noch nicht gegärt oder so..Schmeckt auf jeden Fall zum kotzen (siehe Bild)

**Estaba en Guadalajara y me encantó. No sólo que pude ver a mi gran amiga Kathi ahí, también la ciudad y la comida me gustaba muchíssimo. Bueno, menos Tapache...**

Donnerstag, 2. April 2009

Himmel

Komme grade von meiner ersten richtig coolen Party (das am Donnerstag, ich erkläre später, weshalb). Für alle was dabei: Alle Rock-Katjas hätte die Band gefallen, allen Pop-Stefans die Depeche Mode-Kylie Minogue Mixe und allen House-Svens der Rest. Ich war VIP nech? An einer Schlange vorbei, hoch ins Extraabteil, Freigetränke (leider hab ich das zum Schluss rausbekommen *bzeee). Tja, so ist das als toller Stadtmarketer...Und damit zu meiner eigentlichen Message: Ich bin im Arbeitshimmel angekommen. Warum genau zeigt die folgende Top-5 meiner Lieblingsfacetten meiner Arbeit:

5. Ich habe eine zuckersüße Chefin, mit der ich heute Mittag essen war und ich sowieso den ganzen Tag nur am feiern bin.

4. Arbeitsmäßig hab ich bis jetzt noch nicht wirklich Aufgaben. Habe mir vorgenommen, eine Präsi vorzubereiten, um den Mexikanern hier den deutschen Markt näher zu bringen. Ansonsten werde ich demnächst wohl alle Abteilungen der Promoción Operativa durchlaufen. Sehr cool.

3. Wie geil ist das eigentlich, im Stadtmarketing von Mexiko Stadt zu arbeiten? Gerade stehe ich den halben Tag auf einem Kongress herum, zu dem 30000 Studenten aus Mexiko eingeladen sind, um über Gott und die Welt zu diskutieren (das war jetzt kein Spruch, bei einer Diskussionsrunde ging es um Abrtreibung und sowas) und nebenbei kommen auch irgendwelche Auftritte von Komikern, die nicht ganz soviel mit dem Thema zu tun haben, pues bueno, Mexikaner wollen halt unterhalten werden.

2. Frauen reden mehr als Männer...und Mexikaner noch mehr*g Mein 8-12h Tag besteht daraus, 2 Stunden mit der Sekretärin zu quatschen, 1 Stunde mit der Polizistendame, 1 Stunde mit dem anderen Praktikanten, 1 Stunde mit meiner Chefin, 1 Stunden mit irgendwelchen anderen...Mein Spanisch ist dadurch in kürzester Zeit ziemlich geboostet worden. Zur besseren Vorstellung stellt euch einen Chinesen im deutschen Chinatempel vor. Spricht flüssig, klingt aber komisch. So etwa.

1. Wie gesagt die Party von heute Abend. Heute und morgen Abend von irgend sonem Radiosender für die Studenten organisiert. Was aber eigentlich richtig cool an der Party ist: Die gesamte Chefetage sitzt und tanzt mit!! Soll ziemlich oft hier Partys geben, wo sich alle treffen. Find ich ja mal richtig geil wa?!?!

Achja, und 0. Alle wollen mir alles zeigen. Der eine seine Familie, der andere deutsche Restaurants, meine Chefin irgend so ein Dorf im Norden, der nächste Teotihuacán...

**mis primeros dos días en el trabajo estaban guay. No sólo mi jefe es muy chula, también la otra gente de mi departamento está muy amable. Este noche por ejemplo yo con muchos de mis colegas fuimos juntos a una fiesta-no me cobraron la entrada, habían bebidas gratis y muy buena música**